{"id":321,"date":"2022-03-31T17:58:52","date_gmt":"2022-03-31T17:58:52","guid":{"rendered":"https:\/\/oberhonnefeld-gierend.de\/?page_id=321"},"modified":"2025-07-06T16:49:47","modified_gmt":"2025-07-06T16:49:47","slug":"kirche","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/oberhonnefeld-gierend.de\/?page_id=321","title":{"rendered":"Kirche"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"https:\/\/oberhonnefeld-gierend.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_2683-scaled.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/oberhonnefeld-gierend.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_2683-scaled.jpg 2560w, https:\/\/oberhonnefeld-gierend.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_2683-300x200.jpg 300w, https:\/\/oberhonnefeld-gierend.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_2683-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/oberhonnefeld-gierend.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_2683-768x512.jpg 768w, https:\/\/oberhonnefeld-gierend.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_2683-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/oberhonnefeld-gierend.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_2683-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<h5>Ein St\u00fcck Dorfgeschichte&#8230;<\/h5>\n<p>Als im Jahre 857 der zum Koblenzer St. Castor Stift geh\u00f6rende Rengsdorfer Zehntbezirk beschrieben wurde, war das Gebiet der sp\u00e4teren Pfarrei Honnefeld eingeschlossen.<br \/>\nDie damalige Grenze bildete der Gierender Bach. Im Jahre 1000 erfolgte die Abtrennung von der Pfarrei Rengsdorf zur Pfarrei Honnefeld, damals Hunnifeld. Um das Jahr 1000 wurde zum ersten mal die Oberhonnefelder Kirche genannt.<br \/>\nDie Erbauung der Kirche ist weniger auf seelsorgerische Bed\u00fcrfnisse, als vielmehr auf machtpolitische Umst\u00e4nde zur\u00fcckzuf\u00fchren. Als ein Zeichen der machtpolitischen Zust\u00e4ndigkeit war das Kirchengeb\u00e4ude weithin sichtbar.<br \/>\nDie Pfarrei befand sich auf einer politischen Insel.<br \/>\nRechts der heutigen B 256 war die Grundherrschaft der Herren von Aden.<br \/>\nDie Ehlscheider Felder unterlagen dem Machteinflu\u00df der Grafschaft Wied und jenseits des Gierender Baches den Herren von Isenburg.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nDie wenig bedeutsame Oberhonnefelder Kirche war Eigenkirche des St. Castor Stifts, dessen Stiftsherr auch den Pfarrer der Kirche ernannte. Der Pfarrer zog den Zehnten f\u00fcr das St.Castor Stift ein. Unmittelbar gerichtlicher Oberherr war der Archidiakon von Dietkirchen. Landesherr war der Bischof von Trier.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nAls selbst\u00e4ndige Pfarrei wurde &#8222;Hunnevelt&#8220; 1204genannt.1252 verleibt sich St. Castor Honnefeld und Raubach wegen einer finanziellen Notlage direkt ein. St. Castor durfte den Zehnten daraufhin selbst einziehen und zahlte dem Pfarrer den Lebensunterhalt. 1321 gab St. Castor die Zehntrechte an Hunnifeld, Gerode, Adichane und Ahnhausen seinen Kanonikern in Pacht. Der Einflu\u00df der Herren von Wied nahm mehr und mehr zu.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nIm 15. Jahrhundert wurde die Oberhonnefelder Kirche der Rengsdorfer Kirche gleichgestellt. 1532 verkauft St. Castor seine Rechte in den wiedischen Pfarreien f\u00fcr 1600 Goldgulden an den Erzbischof Johann III. von Trier.<br \/>\nDie Gr\u00fcnde hierf\u00fcr waren Mi\u00dfernten, hohe Besteuerung und Ausbreitung der neuen Lehre (Reformation). Die weitere Geschichte der Oberhonnefelder Kirche verl\u00e4uft nun weitestgehend parallel mit der Rengsdorfer. Der Graf von Wied lie\u00df 1556 die erst protestantische Kirchenvitation in Oberhonnefeld durchf\u00fchren. Am 01.06.1564 wurde in Oberhonnefeld die erste protestantische Synode der Grafschaft Wied er\u00f6ffnet. 1570 werden das Patronat und die Zehntrechte im Tausch gegen Heimbach, Weis und Gladbach, gegen 2519 Gulden und 12,5 Batzen an den Grafen zu Wied abgetreten.<br \/>\nSt. Castor verblieb etwas Grundbesitz in Oberhonnefeld, Gierend und Ellingen.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p><b>Das Pfarrhaus<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;Im Jahre 1595 hie\u00df es schon, da\u00df das Pfarrhaus zu klein w\u00e4re. F\u00fcr die Familie des Pfarrers stand n\u00e4mlich nur ein Raum zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nNoch vor 1690 setzten die Klagen \u00fcber den baulichen Zustand des Pfarrhauses ein. Es w\u00e4re armselig und verkommen. Erst im Jahre 1748 erhielt das Pfarrhaus ein neues Dach und zwischen 1783 und 1793 wurden erstmals Ausbesserungen gr\u00f6\u00dferen Ausma\u00dfes am ganzen Pfarrhaus vorgenommen. 1856 wurde das Pfarrhaus als bedenklich bauf\u00e4llig geschildert.<br \/>\nNachdem zwischenzeitlich das lange nicht genutzte Wirtschaftsgeb\u00e4ude neu aufgebaut wurde, hie\u00df es 1900 wieder, da\u00df das Pfarrhaus endg\u00fcltig einem Neubau weichen m\u00fc\u00dfte.<br \/>\nAls 1910 mehrere Zahlungen an die Kirche f\u00e4llig wurden, konnte &#8211; mit Unterst\u00fctzung durch Spenden des F\u00fcrstes, der Kirche und der Bev\u00f6lkerung &#8211; 1911 mit dem Neubau des Pfarrhauses begonnen werden. Dieser Neubau wurde 1912 fertiggestellt.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nMithin steht der Gemeinde auch ein eigenes Gemeindehaus zur Verf\u00fcgung, das 1993 durch einen Neubau ersetzt wurde.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<img decoding=\"async\" title=\"\" src=\"https:\/\/oberhonnefeld.de\/images\/kirche2_7hkm7xce.png\" alt=\"\"><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<b>Der Neubau der Kirche<\/b><br \/>\n&nbsp;<br \/>\nEine Beschreibung des damaligen Kirchengeb\u00e4udes ist nicht \u00fcberliefert. M\u00f6glicherweise wird sie der Kirche von Rengsdorf geglichen haben.<br \/>\nUm 1700 r\u00fcckt die Kirche in das Blickfeld. Es wurde damals eine dringende Reparatur angeraten. 1717 wurde daraufhin das Kirchendach erneuert. Um 1800 wurde die mehreren architektonischen Epochen zuzurechnende Kirche als ein verwinkeltes Geb\u00e4ude aus der Urzeit bezeichnet, deren Zustand so bauf\u00e4llig sei, &#8222;da\u00df niemand darein zu gehen sich trauen darf.&#8220;<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nIm Dezember 1801 st\u00fcrzte der Kirchturm ein. Da kein Geld f\u00fcr den Wiederaufbau zur Verf\u00fcgung stand, blieb der Turm etwa 20 Jahre als Ruine stehen. In der Folgezeit wurden verschiedene Sammlungen durchgef\u00fchrt, die bis 1812 422 Reichstaler einbrachten. Die Auflage zum Neubau einer Kirche belief sich aber auf 5000 Reichstaler.<\/p>\n<p>Eine allgemeine Kirchenkollekte in den Gemeinden Nassaus erbrachte 1813 530 Reichstaler f\u00fcr den Neubau. In den Jahren 1816\/1817 wurde dann zun\u00e4chst die Errichtung eines neuen Kirchturms durchgef\u00fchrt. 1825 bat die Kirchengemeinde den K\u00f6nig von Preu\u00dfen, eine Sammlung im gesamten Reich f\u00fcr den Neubau eines Kirchengeb\u00e4udes durchzuf\u00fchren.<br \/>\nDiese Bitte wurde jedoch abgeschlagen. 1827 wurde die Oberhonnefelder Kirche baupolizeilich geschlossen. Nachdem die Kosten f\u00fcr einen Neubau mittlerweile auf 2950 Reichstaler reduziert worden waren, konnte 1828 mit dem langersehnten Werk begonnen werden.<br \/>\nNach genau vierj\u00e4hriger Bauzeit wurde die neue Kirche im August 1832 fertiggestellt.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nDie lange Bauzeit resultierte aus Lieferschwierigkeiten des Bauunternehmers Reinhard, mit dem noch bis 1834 prozessiert wurde. Die Kosten f\u00fcr den Neubau betrugen schlie\u00dflich 3483 Reichstaler. 1911 und 1962wurde die Kirche notwendigen Reparaturma\u00dfnahmen unterzogen.<br \/>\nNoch heute ist die Oberhonnefelder Kirche ein Wahrzeichen des Honnefelder<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein St\u00fcck Dorfgeschichte&#8230; Als im Jahre 857 der zum Koblenzer St. Castor Stift geh\u00f6rende Rengsdorfer Zehntbezirk beschrieben wurde, war das Gebiet der sp\u00e4teren Pfarrei Honnefeld eingeschlossen. Die damalige Grenze bildete der Gierender Bach. Im Jahre 1000 erfolgte die Abtrennung von der Pfarrei Rengsdorf zur Pfarrei Honnefeld, damals Hunnifeld. 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